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Auf manchen Studiohomepages gibt es eine Art „Nettikette-Liste“, die die Richtlinien des Studios auflistet, die Neuzugänge tunlichst beachten sollten. Da finden sich Regeln wie das Gebot, kein schweres Parfüm zu tragen oder den Raum nach Beginn der Stunde leise zu betreten. Und vor allem: Gehe nie vor den Savasanas, denn das gilt fast überall als Sakrileg!



Hier aber soll es nicht um die Verbote und Gebote gehen, die sich in einer solchen Liste befinden. Meine Vorschläge sollen dich zu einem guten Yoganachbarn machen, wenn du auf andere zugehst.

Wichtig ist vor allem Freundlichkeit. Wer neu in eine bestehende Gemeinschaft kommt, der kennt die Mauer des Schweigens, die man oft empfindet, nur weil alle anderen sich kennen und man der Außenseiter zu sein scheint. Wer aber hier mit einem freundlichen „Namaste“ in die Runde tritt, der wird schnell Aufnahme in die Gruppe finden. So zeigst du, dass alle Wesen in ihrer Schönheit von dir erkannt werden.

Wenn du anderen eine Frage stellst, dann sei auch so höflich ihre Antwort abzuwarten und höre wirklich zu. So zeigt man den Menschen, dass man sie ernst nimmt und nicht einfach als leere Worthülse rhetorische Fragen stellt. So etwas funktioniert beim Yoga nicht, auch wenn wir in unserer normalen Erlebenswelt oft solcherlei Erfahrungen mit leerem Geplauder machen.

Manch einer bevorzugt aber auch die Stille der Yogaklasse und will besonders hier nicht dauernd unterhalten werden. Kannst du dir vorstellen, wie man sich bei einem Vier-Stunden-Flug mit einem redseligen Sitznachbarn fühlt, der einfach keine Pause zum Atemholen lässt? So ist es auch, wenn beim Yoga jemand permanent redet.

Biete deine Unterstützung an ohne zu urteilen. Wir sollten uns nicht mit anderen vergleichen, denn diese Art des Zusammenlebens bestimmt uns schon in allen anderen Bereichen. Hilf anderen und lass deine eigene Meinung dabei außen vor.

Wer authentisch rüberkommt, der findet Anklang bei anderen. Mach dir nicht ständig Gedanken darüber, wie andere dich finden, denn das lähmt dich, so zu sein, wie du bist. Es tut dir nicht gut und die anderen merken, wenn du nicht echt bist.

Nach einem Artikel von Erica Rodefer für das amerikanische Yoga Journal.

Wie sind Eure Erfahrungen zu diesem Thema? Wir sind auf Eure Meinungen gespannt!

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Antworten auf diese Diskussion

Finde die Idee sehr gut - weil leider ist es für wenige selbstverständlich, ein wenig achtsamer mit sich und vor allem seinen Mitmenschen umzugehen..

da wird laut geplappert und gelacht kurz bevor die Stunde anfängt, obwohl die meisten bereits in Savasana liegen oder im lotossitz entspannen... es hat jemand noch kurz zuvor scheinbar alle Duftpröbchen der Parfümerie getestet.. oder noch unangenehmer.. seit Tagen gar nicht an Körperpflege gedacht..

Doch was mich bei dem Artikel am meisten ansprach war das "ZUHÖREN".

Wenn du eine Frage stellst, auch die Antwort abwarten und ZUHÖREN.. das begegnet mir so oft.. und bei ein paar wenigen Mitmenschen, die ich sehr oft um mich herum habe fällt es mir besonders häufig auf. So häufig, dass ich mir inzwischen abgewöhnt habe etwas zu fragen oder mitzuteilen, da ich weiß, dass es weder ankommt, noch wirklich wahr genommen wird sondern direkt ein "Ja bei mir ist das... ich hab... " folgt und auf jede Frage gleich auch schon die selbst gestellte Antwort kommt.. das macht keinen Spaß!

Doch auch diese Menschen haben mir was zu "zeigen" und sollen mir wohl etwas mitgeben auf meinem Weg, sonst würde ich sie nicht so nah um mich herum haben in meinem Leben :)

Vielleicht schaffe ich es ja auch, sie in meinem Yogakurs dazu zu bringen, achtsamer zu sein... still zu werden, zuzuhören.. :)

Ich überlege, einige dieser "Achtsamkeits-Nettiketten" auf die Anmeldebogen meiner neuen Kurse im August zu schreiben.

Vielen lieben Dank für diesen wertvollen Beitrag!

Namasté!

danke, ein sehr gute artikel! sollte von allen yogaschülern gelesen und beherzigt werden. ommmmmmmm

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