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Erfahrungsbericht einer Welt-Reporterin im Sivananda-Ashram, Südindien

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_lifestyle/article134227...

 

Klasse und wie ich finde, sehr authentischer und persönlicher Erlebnisbericht der ersten Tage in einem Ashram. Da kann es einem schon erstmal den Boden unter den Füßen wegziehen...

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Wer es braucht? Oder: Jedem das Seine

Warum Indien??????

spannend...

und wann folgen die weiteren teile? weiß man das schon?

Kann ich total nachvollziehen.........bei den Liedertexten musste ich gerade sehr schmunzeln:-)

Ich fand´s schlimm, das Singen ging mir total auf die Nerven, mit dem Essen kam ich gar nicht klar, so dass ich mich mit Obst und Salat über Wasser hielt (ich bin zwar Vegetarierer, aber dort schmeckte es mir gar nicht!!), die Stimmung untereinander war mies und gedrückt, kaum freundlich und Lebensfreude habe ich nirgends gesehen..............auch ich habe bereits am ersten Tag geheult, am zweiten noch viel mehr, am dritten Tag habe ich die 4 Wochen am Stück in 4 einzelene Wochen geteilt und den Rest der ersten Woche nur mit Mühe überstanden (Stunden gezählt, Koffer gar nicht erst ausgepackt, mich mit reingeschmuggelter Schokolade gedopt).....

 

Komisch: Am vierten Tag aber stand ich morgens auf uns summte die Lieder im Kopf, die Stimmung wurde besser, die Leute haben sich gegenseitig gestanden, dass sie alle heulten und es furchtbar finden, ich war nicht mehr müde und es machte langsam sogar Spaß! Das Essen war immer schlecht, aber irgendwie ging das schon. Teilweise wurde endlich mal gelacht und die Tage gingen etwas schneller vorbei.

 Ich war nicht in Indien..........aber so ähnlich und nun freue ich mich sogar auf die zweite Woche :-)

Wirklich ein ganz toller Erfahrungsbericht!!! In mir ist immer mal wieder der Wunsch nach einem "ausstieg" für kurze Zeit in ein Ashram... aber eher in der Nähe.. nicht unbedingt Indien :)

 

Aber meine Angst ist genau diese, dass es mir so geht wie schon oft beschrieben wurde.. und wie auch Moni hier in dem Artikel schreibt... Einerseits eine Herausforderung.. andererseits große Angst vor "Gehirnwäsche" und ähnlichem...

 

Ich bin gespannt, was Moni weiter berichtet..

Und Shiva-Diva... du scheinst ja grad ähnliches mitzumachen..

Halt die Ohren steif :) Ich wünsch dir viel Glück auf deinem Weg!

Danke Silke :-)

Einfach ist es wirklich nicht, aber das gehört wohl dazu! Während der Zeit ist man so mit leiden und Heimweh beschäftigt, dass einem erst zu Hause so richtig bewusst wird, wie es einen verändert! Und auch das ist dann wieder ein Prozess........will ich das? Will ich mich verändern? Kann ich mich da weiter darauf einlassen? Lasse ich mich vielleicht zu wenig ein und denke zu veil nach? Würde es mir besser gehen, wenn ich es einfach mal geschehen lasse! Ich bin eigentlich ein sehr kommunikativer, lebensfroher Mensch, der gerne lacht! Dort war ich aber umgeben, von Menschen, die das alles entweder total verbissen nahmen, oder eher heimlich heulten und nie ehrlich sagten, dass es ihnen genauso geht (das kam erst später raus). Mir hat vorallem diese bedrückende Stimmung zugesetzt! Gerade Sivananda und vorallem Vishnudevananda waren sehr frohe, lebenslustige Personen..............schade, wenn man so dogmatische, strenge Regeln befolgen muss und kaum Platz bleibt für Menschlichkeit, Realität, lachen und gute Laune..............

Ich nehme die nächste Woche nun vielleicht ein bischen leichter und weis nun worauf ich mich da einlasse! Ich bin ja dort um viel zu lernen und das ist dort wirklich sehr gut.............

 

lg

Annika

Hari Om,

 

ein sehr eindrücklicher Bericht, ich hoffe auf weitere Teile! :-)

Ich habe meine Yogalehrer-Ausbildung auch in Indien in einem Ashram gemacht und meine Erfahrung war fast nur positiv! Es war eine unglaublich schöne Erfahrung mit 30 anderen Menschen, die von überall her auf der Welt kamen! 30 Tage - und es gab keinen einzigen Tag Streit! Kein böses Wort ist gefallen, trotz dass wir auf so engem Raum zusammengelebt haben! Klar, es ist nicht jeder mit jedem zu 100% klar gekommen, aber es gab trotzdem so viel Harmonie und Zusammenhalt, wie ich es bisher nie in einer großen Gruppe erlebt habe!

 

Morgens um halb 6 gab es das berüchtigte Mantra-Singen, aber unser 'Vorsänger' war so ein lieber älterer Herr, da war nichts von Zwang und Dogma... Wer wollte, konnte auch noch abends zum Havan gehen, um Mantren zu singen und zu meditieren. Ich war nicht immer da und das war von Seiten der Ashram-Leitung absolut in Ordnung. ;-) Regeln gab es natürlich auch jede Menge, wie z.B. kein Essen von außerhalb (das Ashram-Essen war aber wundervoll), Schweigen beim Essen und an einigen Tagen komplettes Schweigen (schwierig, aber es geht, sogar, wenn man zusammen Karma-Yoga machen muss), jeden Tag eine Stunde Karma-Yoga, keine zu enge Kleidung tragen und zu allen freundlich sein (oder es zumindest versuchen). Und natürlich: Im Dunkeln immer eine Taschenlampe dabei haben, wegen der frei lebenden Kobras. Sich von denen oder den Skorpionen beißen zu lassen war natürlich auch strengstens verboten ;-)

 

Wie auch immer, es war die schönste Zeit meines Lebens, ich habe jede Menge neue Freunde gefunden (wir haben am Ende alle geheult, dass es schon vorbei ist...), eine fundierte Yogalehrerausbildung erhalten und plane schon die nächste Reise zum Ashram...

 

LG,

Cara

Hallo Devi!

Deine Beschreibung klingt wunderbar! Genau soetwas suche ich! Habe mich schon über Shivananda informiert, aber teils abschreckende Berichte gelesen... Schön, dass es auch anders geht! :)  Wo hast du deine Ausbildung gemacht? Da würde ich auch gerne hin :)

wow echt toller Bericht!

finde ich auch. danke!

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