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Sein „Herz zu öffnen“ bezieht sich zumeist darauf, eine Beziehung einzugehen, jemanden zu mögen oder zu lieben und mit ihm/ihr vertraut zu werden.


Im Yoga aber kann man sein Herz auch auf völlig neue Art öffnen. Schließlich geht es vor allem darum auch in schwierigen Situationen oder Beziehungen unserem Gegenüber das Herz zu öffnen und sich dem anderen zuzuwenden, mit dem man sonst nur wenige Anknüpfungspunkte hat oder von dem uns grundsätzliche Ansichten trennen.

Doch um das Herz zu öffnen, muss man auch dessen physischen Standort erkennen können. Unser Herz befindet sich in unserer Brusthöhle, umgeben von einem knochenförmigen Zylinder, den wir als Rippenbögen kennen. Jeweils 12 Rippen umschließen, vom Brustbein ausgehend, den Raum, in dem dieser blutpumpende Muskel ruht. Umgeben ist der Raum von weichem Gewebe und unterschiedlich großen Muskeln, verbunden mit Knorpelmasse im Übergangsbereich zu den einzelnen Knochen. Bänder halten unsere Rippen auf den Wirbeln in ihrer angestammten Position fest. Am Fuß der Brusthöhle befindet sich das Diaphragma (Zwerchfell), das den Verdauungsbereich und die Fortpflanzungsorgane gegenüber dem Brustraum, in dem sich Herz und Lunge befinden, abschirmt.

Ein Leben lang sollte unsere Brust in der Lage sein, sich für unsere Atmung immer wieder elastisch auszudehnen und zusammen zu ziehen. Wer in diesem Bereich beweglich bleibt, dessen weitere Muskulatur wird weich und dehnbar bleiben. Mit zunehmendem Alter allerdings verändern sich diese Beweglichkeit und auch die Möglichkeit der Ausdehnung. Manche pranayamas werden dann nur schwer nachvollziehbar sein.

Wer aber bewusst mit seinem Atem arbeitet, der verbessert auch die Beweglichkeit des eigenen Brustkorbes und öffnet seinen Herzraum fast automatisch. Wer immer wieder großem Druck ausgesetzt ist oder sich bedroht fühlt und in eine Verteidigungshaltung tritt, dem stockt sozusagen der Atem. Diese Art des „Verteidigungsatems“ macht die Brust eng und lähmt die Muskulatur. Der Brustkorb wirkt wie eine abwehrende Rüstung. Dann ist es erforderlich sein Augenmerk bei den Atemübungen besonders auf diesen Bereich zu richten, damit der Schüler wieder frei werden kann. Davon profitiert auch sein Herz, sowohl psychisch als auch physisch.

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...komisch wirkt bei mir nicht...;-)

na ja, liebe Janaki,

wie beim Yoga, ein klitzeklein wenig Geduld;-)

lg

Herbert

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