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Ja, das ist meine Frage! Weitergehend würde ich gerne wissen, bin ich als "einfacher" Yoga-Übender gleich ein Yogi oder bedarf es dafür eine langjährige Ausbildung?

Nachdem ich dann ein Yogi bin, müsste ich mich ja auch yogisch verhalten oder ist das kein MUSS?! Zur Zeit lebe ich nicht besonders "enthaltsam"! :-)

Vielen dank!!!

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Hallo Karl-Heinz

Es geht nicht nur darum kein ermordetes Tier zu essen, sondern grundsätzlich Gewaltfrei (Ahimsa) zu leben. Siehe Yogasutra.

Wann ist der Yogi ein Yogi? Es gibt Menschen, welche bereits Yogis sind ohne in diesem Leben eine Yogastunde besuchten. Es gibt Menschen, welche seit x Jahren Yoga praktizieren, aber noch weit davon entfernt sind ein Yogi zu sein...

Liebe Grüsse

Jolanda

Vielen dank für Deine Ausführungen, Du hast mir sehr weitergeholfen!!! :-) Ich denke, dann bin ich kein "Yogi"! ;-) Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Viele Grüße, Kalle

Karl-Heinz, allein, dass du Yoga betreibst, macht dich zum Yogi. Egal wie dein (Yoga)Weg aussieht.

 

" Ein Yogi zu sein bedeutet, dass man sich ernstlich auf dem Weg befindet, aber nicht unbedingt an dessen Ende. Man ist ein im Werdeprozess befindlicher Yogi und sollte Geburt für Geburt unbeirrt dabeibleiben, bis man fähig ist, in der höchsten Gottheit aufzugehen.

Selbst jene, die nur ein schwaches Interesse zeigten, sich also über spirituelle Dinge lediglich erkundigten, machen größere Fortschritte als diejenigen, die bloß gedankenlos den Riten und Zeremonien ihres Glaubens folgen und so ihr wahres spirituelles Weiterkommen hinauszögern."

(aus der Bhagavad Gita, Kapitel 6).

Hier ist wieder mal ersichtlich wie liebevoll und zärtlich mit Suchenden umgegangen wird. Bei uns zählst du nur, wenn du "Leistung" bringst.

Lass dir von niemandem einreden, du bist nur dann ein Yogi, wenn du das und das machst. Das sind Scharlatane. Finde deinen Weg (der Mitte).

 

B.K.S Iyengar "Licht auf Yoga" Seîte 26:

Ahimsa: A = nicht, himsa = das Töten oder Gewaltsamkeit.

"Es ist mehr als das Verbot, nicht zu töten, denn es hat eine umfassendere Bedeutung, und dies ist die Liebe."

weiter steht:

"Aber die Tatsache allein, dass ein Mensch Vegetarier ist, besagt noch nicht, dass er ein nichtgewaltsames Temparment besitzt, auch nicht, dass er ein Yogi ist, obgleich das vegetarische Essen Voraussetzung für die Ausübung des Yoga ist".

 

Seite 13 steht:

"Wer dem Pfad des Yoga folgt ist ein Yogi oder Yogin."

 

Ja "yogisch" bedeutet "vegetarisch" und noch viel mehr....

 

 

 

Warum ist der Dalai Lama kein Vegetarier, wenn es DIE Voraussetzung für Yoga ist.

 

Nee, das ist jetzt wieder so eine Doktrin, die gerade im Yoga nichts verloren hat.

Der Dalai Lama ist Buddhistischer Moench, kein Yogi! Bitte nicht alles in einen Topf werfen, was aus dem Fernen Osten kommt!

Danke!!

Ja, so sehe ich das auch!!

 

Gabriele

Hallo Karl-Heinz,

die Frage nach Vegetarismus im Yoga stellt sich immer wieder (wegen "ahimsa", Gewaltlosigkeit).

T.K.V. Desikachar schreibt dazu allerdings in seinem Buch "Yoga – Gesundheit von Körper und Geist" auf S. 136: "Nirgendwo in den Veden oder in anderen alten Texten steht geschrieben, dass eine vegetarische Lebensweise für einen ersnthaften Yoga-Schüler zwingend sei – eine Ansicht, die aber besonders häufig bei Menschen aus dem Westen anzutreffen ist. ... Doch auf keinen Fall ist Vegetarismus ein Gebot des Yoga."

Herzliche Grüße,

Christiane

Liebe Christiane,

 

also ich sehe das etwas anderes, denn für mich bedeutet Ahisa-Gewaltlosigkeit auf jeden Fall, keine Tiere zu töten, denn ein Tier zu töten hat auf jeden Fall mit Gewalt zu tun, denn ich glaube nicht, daß das Tier sich freiwillig zur Verfügung stellen würde um auf unseren Tellern zu landen. Jedes Lebewesen will leben und ich bin überzeugt, solange wir Tiere schlachten, wird es immer Gewalt auf der Welt geben.

 

Liebe Grüße

 

Gabriele

 

 

Ich finde es sehr anstrengend, dass manche "Westler" immer so extrem und radikal sein müssen.

In Indien sind glaub ich nur 20 % Vegetarier (trotz Yoga, Buddhismus, etc. pp) ... und es kümmert niemanden. Die Inder sind in vielen Dingen viel gelassener und toleranter.

 

Es stimmt, nirgendwo steht geschrieben, dass Yogis Vegetarier sein müssen. Das ist reine Interpretation. Fleisch zu essen, hat mit dem natürlichen Instinkt und der Evolution des Menschen zu tun.

Der Aufruf zu Vegetarismus und dieser ständig erhobene Zeigefinger - das finde ich  "gewalttätig" gegenüber der Freiheit des Menschen, darüber zu entscheiden, was ihm gut tut.

Buddha war/ist auch kein Vegetarier.

 

und da hänge ich noch was dran.

 

Der mittlere Pfad

Als Buddha zu seiner spirituelle Suche aufbrach, führte er ein Leben voller Entbehrungen und strenger Askese.
Eines Tages gingen zwei Musikanten an dem Baum vorüber, unter dem er meditierend saß. Einer sagte zum anderen: „Spann die Saiten deiner Sitar nicht zu fest, oder sie werden reißen. Und lass sie nicht zu locker hängen, denn dann kannst du darauf keine Musik machen. Halte dich an den mittleren Weg.“
Diese Worte trafen den Buddha mit solcher Wucht, dass sie seinen Weg der Spiritualität grundlegend veränderten. Er war überzeugt, dass die Worte für sein Ohr bestimmt waren. Von dieser Minute an gab er alle strengen Grundsätze auf und begann einem Weg zu folgen, der leicht und hell war, den Weg der Mäßigung. Und tatsächlich wird sein Zugang zur Erleuchtung der Mittlere Pfad genannt.
Anthony de Mello

Sai Baba sagte: „Meditation wird keine Früchte tragen für die, die zu viel essen und durch den Vorgang der Verdauung müde werden; für die, die zuwenig essen und dadurch erschöpft sind; für die, die zuviel oder zuwenig schlafen....“
Ob im Yoga oder im Buddhismus: Vermeide Extreme, und gehe ruhig und beharrlich den Weg der Mitte.

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