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Heute mal 3 längere Zitate zum Thema: Ausstrahlung und Atmosphäre

(Warum auch immer :-) )
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Der Mensch ist nicht sein Körper, sondern sein Geist. Es gibt ein Sprichwort, das besagt, daß was immer du bist, lauter aus dir spricht, als das, was du tatsächlich sagst.

Das bedeutet, daß das, was unser Gemüt ausstrahlt, viel grössere Auswirkungen hat als unsere Worte.

Es ist das Gemüt, das eine Atmosphäre hervorruft. Oft fragt man sich, warum man die Anwesenheit einer bestimmten Person als unangenehm empfindet, ohne daß etwas entsprechendes vorgefallen wäre; oder nervöse Unruhe in Gegenwart einer anderen Person, oder auch Empfindungen von Disharmonie, Müdigkeit und Verwirrung. Warum passiert das? Es ist die geistige Ausstrahlung des anderen. Ein feuriger Geist schafft auch um sich herum eine energiegeladene Atmosphäre und jeder, der sich dort aufhält, wird von diesem Feuer ergriffen. Ein Geist, der in sich ruhend und friedlich ist, überträgt auch Ruhe und Frieden auf die, die in seiner Nähe sind.

Einmal fragte ich meinen spirituellen Lehrer, wie man einen Menschen mit spirituellem Bewußtsein erkennen könne. Und mein Lehrer antwortete: Es ist nicht in dem, was er sagt, wie er sich verhält oder wie er sich kleidet und was er zu sein scheint, sondern es ist die Atmosphäre, die seine Gegenwart schafft. Das ist der Beweis. Denn niemand kann eine Atmosphäre erschaffen, die seinem Geiste nicht entspricht.
(Hazrat Inayat Khan -- Gesundheit und geistige Entfaltung)

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Im September 1939 kamen mein Meister und ich einmal nach Rishikesh herunter. In aller Frühe nahmen wir unser Bad im Ganges und setzten uns ans Ufer zur Meditation. Ich hatte damals schon die Gewohnheit, zwei bis drei Stunden ohne Unterbrechung zu meditieren. Es war ungefähr halb acht Uhr, als ich meine Augen öffnete und mir eine Kobra ins Gesicht starrte. Ihre untere Hälfte war zusammengerollt, und die obere Hälfte aufgerichtet. Sie verhielt sich sehr ruhig, war nur zwei Fuß von mir entfernt und schaute mich an. Ich erschrak zu Tode und schloß sofort wider die Augen. Ich wußte nicht, was ich tun sollte. Als ich nach ein paar Sekunden wieder die Augen aufmachte und feststellte, daß sie sich nicht bewegt hatte, sprang ich auf und rannte weg. Aus sicherem Abstand schaute ich zurück und sah, daß die Kobra wider ins Gebüsch zurückkroch.

Ich ging zu meinem Meister und erzählte ihm, was geschehen war. Er lächelte und sagte, es wäre für jedes lebendige Geschöpf ganz natürlich, in einen Meditationszustand zu kommen, wenn es sich in der Nähe eines Menschen befände, der in tiefer Meditation sei.
(Swami Rama -- Unter Meistern im Himalaya)

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Sri Ramana Maharishi, der grosse Weisse in Südindien, machte eines Tages seinen gewohnten Spaziergang zu dem heiligen Berge Arunachala. Er wurde von Madame Elisabeth Ratonyhi, der früheren Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft in Ungarn, begleitet. Beim Eintritt in den Wald begegneten sie einem sich nähernden Tiger, der offensichtlich auf Beute aus war. Der Weise stand still, während seine ausländische Besucherin, der Sprache beraubt, auf das knurrende Tier starrte, das sich ihnen näherte. Maharishi ergriff ihr Handgelenk und Madame Ratonyhi fühlte plötzlich, daß alle Furcht sie verließ. Ein wildes Tier sieht die innersten Gefühle des Menschen und es ist unmöglich, sie vor ihm zu verbergen. Umsonst zeigt man ein Lächeln, wenn das Herz dabei doch voller Furcht ist. Das Tier sieht die Wahrheit. Ihren Atem zurückgewinnend, ging die Dame einige Schritte hinter den Weisen zurück und bemerkte bald, das jedes Gefühl von Furcht und Angst von ihr gewichen war und daß sie ein unglaubliches Sicherheitsgefühl empfand. Sie war sich bewußt, in der Gegenwart von Maharishi zu sein.

Der Weise, dessen Sprache das Schweigen war, sprach selten zehn Sätze während eines Tages, denn er war überzeugt, daß Schweigen das wirksamste Mittel zum Handeln ist, da es die Gefühle mit größter Intensität überträgt. Nun sprach er in sehr freundlicher Weise die große Katze vor ihnen an und sagte: "Geh weg." Die Worte fielen sehr sanft, wie eine freundliche Aufforderung. Das geduckte Tier richtete sich bei diesem Befehl auf und ging langsam in der Richtung weg, in die der Weise gewiesen hatte.

Der Weise sagte, wenn man seine eigene, wahre Natur der Vollkommenheit verwirkliche, so sei man fähig, jeden gewünschten Einfluß auf die wildesten Tiere auszuüben. "Wenn wir fähig sind, wirkliche Liebe auszustrahlen, können uns die Tiere kein Leid zufügen", war seine ruhige Erwiderung an einen erstaunten Frager in der Einsiedelei.

Während der frühen Jahre seines eigenen Suchens nach der Wahrheit erachtete Maharishi das Gelöbnis des Schweigens als ein mächtiges Mittel, um das ruhelose Gemüt zu beruhigen und zu beherrschen. Einer fiebernden Welt unerreichbar, lebte er allein in Höhlen. um ungestört meditieren zu können. In solcher Innenschau erlebte er tiefste Zustände, die oft mehrere Stunden dauerten. Es wird erzählt, daß während dieser Zeit Tiger ihn besuchten und einige seine schmale Höhle bewohnten und ihm Gesellschaft leisteten. Sie schnurrten laut und spielten in seiner Gegenwart, wie es Katzen tun.

Die Inder wissen, daß Yogis nichts dagegen haben, wenn wilde Tiere sie besuchen. Es können herumstreifende, wilde Elefanten sein oder auch kleine Rehe, die sich in dieser friedvollen Atmosphäre niederlassen. Das Interessante dabei ist, daß all diese Tiere in der Gegenwart des Yogi zahm werden und aufhören sich gegenseitig anzugreifen.
(Selvarajan Yesudian -- Selbstvertrauen durch Yoga)

 

 

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Antworten auf diese Diskussion

Hallo Stefan

freut mich, dass dir die Zitate gefallen.

 

Schöne Zeit

k*

Wirklich schön zu lesen ....

 

Für jemanden der täglich gerade 20min Meditation schafft (Ohne irgendwelche aha Erlebnisse) sind 3 Stunden die Unendlichkeit :-)

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