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Hallo :)
Ich bin nicht sicher, ob dieser Beitrag hierher, oder eher ins Philosophieforum gehört.
Es geht aber um eine Krankheit, nämlich Angststörung, daher habe ich mich für dieses entschieden.
Mir kam vorgestern der Gedanke, ob mein Ego nicht einfach zu groß ist und ich deshalb diese Ängste habe. Sie beziehen sich ja hauptsächlich auf Symptome die ich habe (Schwindel, Kopf und Bauchweh) und auf die Angst vor Schmerzen und davor, jemandem könnte sehr bald etwas schlimmes zustoßen was zur Folge hätte, daß dieser Jemand weg wäre und ich alleine.
Mein Problem ist jetzt, wie schaffe ich es, mein Leben nicht mehr so um mich, bzw die Ängste aufzubauen, sondern loszulassen, wenn ich gleichzeitig  nichts habe, auf das ich mich dann fokusieren kann. Zwar mache ich 2x die Woche Yoga und sogar eine Ausbildung zur Yogalehrerin (weshalb ich überhaupt erst auf die Idee mit dem zu großen EGO kam), aber irgendwie schiebt sich die Angst und die körperlichen Symptome und die leichte Depression immer wieder vor alles.
Ständig ist die Angst da und ich denke, oh ich habe dies und oh ich habe das und dann versuche ich mit dem Gedanken, ok, dann hab ich eben dies oder das, dagegenzusteuern, aber frage mich dann auch, ob das am Ende hilft, oder ob es nicht doch sinnvoll ist sich erstmal alles anzuschauen und sich ok, dann auch mit mir selbst zu befassen und es dann loszulassen? Ich hatte bis vor drei Jahren auch noch starke Magersucht und die wurde nun eben durch die Angst abgelöst.
Gibt es irgendeine Möglichkeit, bevor ich nochmal eine Therapie mache, in der es dann ja auch wieder nur um mich geht, mich selbst weniger wichtig zu nehmen?
Freue mich sehr über Antworten!

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Hallo,

Depressionen sind ein schwieriges Thema und sie loszuwerden ein langer und harter Weg, da spreche ich aus eigener Erfahrung. Mir persönlich hat keine Therapie geholfen, sondern Yoga. Es hört sich vielleicht "blöd" an, aber nur Yoga konnte mir erklären, wie das Leben und vorallem meine Gedanken funktionieren. (Deshalb finde ich auch Kinderyoga so wichtigt und deshalb auch meine Seite Karma Kids Yoga. Hätte ich schon im Kindesalter einige dieser Sachen gewußt oder gelernt, wäre es etwas einfacher gewesen.)

Du kannst mir auch gerne eine eMail schreiben an sarah@karmakids.de. Dann können wir uns weiter austauschen.

Viele liebe Grüße!
Sarah
Hallo Sarah,

ich leide auch unter Depressionen (bzw. bipolare Störung) und möchte mich jetzt auf den Yogaweg machen. Nach neun Monaten völliger Isolierung fange ich gerade an, mich wieder zu regen und auch tgl ein wenig Yoga zu machen. Wie bekommt man es denn hin, diese tägliche Übung (trotz der Widerstände) auszuüben?

Alles Liebe

D.
Hallo liebe D,
bin zwar nicht Sarah, aber ich wollte kurz was zu den täglichen Übungen trotz Widerständen sagen.
Ich glaube, es ist fast normal diese Widerstände zu haben. Der Mensch gewöhnt sich nach so ca 2-4 Wochen an eine neue Routine. Man muß also wohl oder übel durch diese Zeit durch, damit sich bessere
Gewohnheiten einstellen. Noch dazu, aber da rede ich von mir, kommt ja die Faulheit und der innere Schweinehund, der lieber mal doch am PC sitzt und sich Yogaübungen anschaut, statt auf der Matte sich selbst zu bewegen :=)
Liebe Grüße! Silberregen
Ja, so geht es mir auch. Ich versuche jetzt, immer als erstes am Morgen Übungen zu machen. Da Du mir versprochen hast, dass ich mich nach 2 - 4 Wochen daran gewöhnt habe, werde ich die Zeit durchhalten.

Liebe Grüße

D.
As the twelve-step recovery programs advocate, "take it one day at a time." And little by little, you will begin to change. The self-discipline you are evolving on your mat will flow into your daily life.
(Yoga for Depression, Amy Weintraub)
Hi,

gute Frage und da fällt mir spontan ein Buch zu ein, das ich erst vor wenigen Wochen gelesen habe und das genau diese Frage beantworten kann. Das Buch heißt "Yoga for Depression" von Amy Weintraub.

Hier mal der Amazon-Link: http://www.amazon.de/Yoga-Depression-Compassionate-Relieve-Sufferin...

Das Buch gibt es leider nur in Englisch, aber es lohnt sich echt, die Englischkenntnisse, die wohl jeder etwas hat, dafür hervorzuholen. Amy Weintraub litt selbst jahrelang an Depressionen und sie berichtet u.a. in dem Buch, wie man es schafft täglich Yoga zu üben. Sie erklärt die verschiedenen Arten von Depressionen und stellt Verbindungen zu Yoga her, berichtet über ihren eigenen Weg mit der Depression und vieles vieles mehr. Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen. Ich persönlich habe durch dieses Buch mehr über Depressionen gelernt, als in meiner Therapie.

Sarah
Danke Sarah! Habe dir gerade eine e-mail geschickt und werde mir das mit dem Buch sofort anschauen.
@Silberregen Hab deine eMail bekommen! Danke!

Zu dem Buch "Yoga for Depression" ist mir noch was eingefallen. Ich war so begeistert von dem Buch, dass ich mir auch die Sachen, die am wichtigsten für mich waren rausgeschrieben habe.

Hier einige Auszüge:

Depression manifests as our inability to be present for the experience of life. At its root, depression signals a difficulty with Being itself.

Yoga practice addresses the root cause of depression: the energy drain caused by overreactions of our mind to the stress of our world and the pressure of our fears and desires. By activating our innate mental, physical, and spiritual healing capacities, Yoga practice strengthens our feelings of joy, peace and connectedness.

In other words, Yoga begins with the question What is right with me? Not What is wrong with me?

Acceptance is the heart of Yoga. It is the first step toward change. It is like the importance of locating yourself on the map before you can plan the route toward your destination.

Every time you step onto your Yoga mat, if your intention is to listen to your body and honor your limitations, you are giving yourself the opportunity to practice self – love. In the eighties, I heard Yogi Amrit Desai, the then spiritual leader of Kripalu, say, “You can’t really love somebody else without loving yourself. You can only extend to others what you have offered yourself.”


Wer noch mehr Auszüge aus dem Buch lesen möchte, kann mir eine eMail an sarah@karmakids.de schreiben.

Sarah
Werde ich mir auch mal ansehen.

D.
Hi Silberregen,

Dein EGO ist nicht zu groß:-)

Belastende Gefühlszustände wie z.B Angst sind die Auswirkung gespeicherter " Gefühlsenergien".

Kein Mensch kommt mit Angst auf die Welt. Mit schlechten Erfahrungen gehen immer schlechte Gefühle einher. Ein Teil dieser Gefühle wird dabei im Unterbewusstsein gespeichert und somit permament. Nicht die Situation ist belastend sondern das negative Gefühl, dass man gegenüber der Situation empfindet.

Je nachdem welche Erfahrungen gemacht wurden, dementsprechend ist die Auswirkung der gespeicherten Gefühlsenergien. Wurdest du überfallen z.b. oder anderweitig sozial verunglimpft, werden sich die Gefühle später in Angst gegenüber Menschen zeigen. hast du schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht, wird es es ne Angst vor Hunden etc.

Energetische Blockaden tragen wie weiter oben erwähnt die Verantwortung für negative Gefühle. Versucht man nun, mit purer Gedankenkraft seine Gefühlslage zu verändern, versucht man genauer gesagt energetische Blockaden mit Gedanken zu lösen.

In dem man aber direkt die Gefühle auflöst, ändern sich die Gedanken automatisch ins positive. Es gibt viele Methoden, die auf diesem Weg ansetzen wie z.B. EFT, hierbei beklopft man Meridianpunkte während man an die Angst denkt.

Die effektivste Methode der energetischen Pschologie ist meines erachtens MEM. Das Vorgehen unterscheidet sich zu EFT sehr deutlich. Man geht von " innen" vor u. nicht mit äußerer Stimmulierung bestimmter Meridianpunkte. Die negativen Gefühsladungen werden dabei auf diverse Bilder übertragen und mit Hilfe dieser " entladen". Eine tiefgreifende und schnelle Auflösung Angst erzeugender Gefühlsenergien wird ermöglicht. .

http://www.maceenergymethod.de


lg
Ich weiß nicht ob`s hilft, - aber lies mal `was von Jiddu Krishnamurti.
Informationen findest du über das Internet oder in der Buchhandlung.
Danke für den Tipp. Anschauen tu ich es mir auf jeden Fall :)

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