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Hari Om,

 

im Internet stoße ich immer wieder auf die Anzeigen von Yoga Vidya, dass Mitarbeiter für ihren Ashram in Bad Meinberg, Westerwald oder Nordsee gesucht werden. Ich habe in Indien für mein TTC im Ashram gelebt, das war schon was ganz Besonderes. Bei Yoga Vidya war ich bisher noch nie - daher würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen mitteilen könntet! Positives, Kritik,...

Im Internet konnte ich recht wenige Erfahrungsberichte finden und da war auch alles dabei von absoluter Begeisterung bis zu Leuten, die von Ausbeutung der Mitarbeiter und Burn Out berichtet haben...

 

Viele liebe Grüße,

 

Cara

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Hallo Cara
Ich selbst habe meine Ausbildung bei Yoga Vidya gemacht.....(muss nun vorsichtig sein beim Schreiben....denn auch sie können ja diese Nachricht lesen) ...ich denke mal....man muss eine ziemlich dicke Haut haben...vor Ort ist es super...aber die Mitarbeiter werden schon ziemlich oft und unplanmässig eingesetzt..ich will das passende Wort dafür nicht *benutzen*
weiss dies von einem ehemaligen Mitarbeitern....Bad Meinberg ist vom Prinzip her toll...aber das *Karma* ist dort das Haupt-wort....immer präsent sein und ein lächeln auf den Lippen....aber immer wieder zieht es mich an diesen Ort....hab schon mal überlegt ob ich meinen *Urlaub* als Karmayogi dort verbringe...aber ist mir manchmal zu stressig...Lach...lieber ein WE dort buchen und die wohlige Gefühl genießen lg Uma

Ich habe keine Erfahrung mit YV persönlich. Doch das äußere Erscheinungsbild wie aufdringliches Verhalten - YV überall Werbung, Fotos, Videos, Blog- und Foreneinträge -, dieses unnatürliche, engelsgleiche Benehmen und die Stimme und Tonalität des Videokommentators finde ich unangenehm und alles zusammen "too much*.

 

Hallo,

ich habe meine Ausbildung bei Yoga Vidya gemacht, und kehre immer wieder dorthin gerne zurück. Jetzt werde ich den gesamten Juli als Karma-Yogi dort verbringen und freue mich riesig darauf. Ich weiss, das es natürlich was anderes ist als dort an einem Seminar teilzunehmen, aber dafür das ich dort mithelfe bekomme ich auch freie Kost und Logis.

Wenn sich jemand dort entschliesst, MItarbeiter zu werden, absolviert der zukünftige Mitarbeiter sowieso erstmal eine Art Praktikum, wo er sich das gründlich überlegen sollte, ob er das möchte und sich dafür auch eignet.

Also mein Tipp: Arbeite dort eine zeitlang als Karma-Yogi und bilde dir dann eine Meinung, es reicht ja schon eine Woche. . Wenn du grosse Häuser nicht magst, dann lerne halt das Haus an der Nordsee oder im Westerwald kennen

Und das es too much ist, finde ich nicht: Es wird Yoga gelehrt, so wie er von Sivananda gelehrt worden ist und dieser betrieft halt alle Bereiche!

Peta

Ich habe vorletztes Jahr ca. eine Woche als Karma Yogini in Bad Meinberg verbracht, gleich nach dem Einführungsseminar am WE und es war mein erster Aufenthalt dort. Ich hatte schon im Vorhinein vereinbart, nach dem Einführungsseminar zu bleiben. Nach dem Seminar wurde ich dann eingeteilt - für die Küche. Es war mir egal, was ich mache, ich wollte da eingesetzt werden, wo Leute gebraucht wurden. Damals gab es da gerade eine Grippewelle und in der Küche war ziemlicher Personalmangel, die Angesteckten durften natürlich nicht mit dem Essen hantieren. Es war dadurch sehr stressig. Am Mittwoch (glaub ich) war dann Mitarbeiterversammlung zusammen mit Sukadev, dem Leiter. Ich hab mich über die  Situation beklagt, kann man sagen, in der Hoffnung, dass irgendwoher mehr Leute auftauchen würden. So war es dann auch, gleich am nächsten Tag! Habe auch einen wiedererkannt, der bei dieser Versammlung dabei gewesen war. Ab da war es wirklich super. Ich hab dann am Schluss noch 2 oder 3 Überstunden gemacht (natürlich freiwillig) und war sehr traurig, als ich abreisen musste.. Inzwischen war ich oft wieder dort, hab Seminare gemacht. Da ich jetzt vollzeit arbeite und nicht mehr studiere, möchte ich jetzt lieber Seminare machen, als Karmayoga. Das wäre sonst zu viel Karmayoga, weil meine Jobs bereits Karmayoga sind..

Wenn ich die Internetseite (Karma Yoga - der Yoga der Tat) von Yoga Vidya richtig Interpretiere würde/müsste ich dort arbeiten ohne eine Materielle Gegenleistung zu erhalten.

Da fällt mir spontan der Guru in Indien ein der Luxuslimousinen gesammelt hat. Wusste nicht mehr wohin mit seinen Millionen. Der Name ist mir entfallen ... oder war es die USA ....?

Wenn ich wirklich helfen will gehe ich doch z.B. ehrenamtlich in ein Hospitz um alte Menschen bis zum Tode zu begleiten oder helfe in der Berliner Tafel ..... eine Tafel gibt es in allen großen Städten!

 

Oder habe ich mal wieder alles falsch verstanden?

Hallo Micky,

nein, Du hast es sehr richtig verstanden, auf jeden Fall in der Essenz.

In der Terminologie gibt es in dieser Diskussion allerdings einige Unschärfen.

Der von Dir angesprochene, liebevolle Dienst an anderen, z.B. im Rahmen eines Hospizes, ist Seva. Dabei ist sich der Handelnde bewusst, dass er handelt.

Zu handeln, zu arbeiten, wenn man eine Gegenleistung bekommt (Geld, Sozialversicherung, Kurse etc.) ist weder Seva noch Karma-Yoga.

Karma-Yoga ist - auch wenn das im Westen oft falsch dargestellt wird - eine sehr hohe Form des Yoga. Dabei ist das Individuum in der Handlung nicht mehr gegenwärtig, sondern das Individuum ist sich bewusst, dass nur Gott durch ihn handelt. Dieser Karma-Yoga wird in der Gita beschrieben, kann allerdings von einem Anfänger praktisch nicht umgesetzt werden, da er zuerst lernen muss, dass Ego vollständig loszulassen.

Einige Yoga-Organisationen sind natürlich sehr daran interessiert, dies anders darzustellen, weil ihnen das kostengünstige Mitarbeiter bringt, und sie so dem allen kapitalistischen Organisationen eigenen Bedürfnis nach wirtschaftlichem Wachstum nachgehen können. Vielleicht wird es ja aber durch die Einführung eines Mindestlohnes in Deutschland bald eine Änderung dieser Praxis geben. Dann kann sich niemand mehr über eine minimale Sozialversicherung und ein Taschengeld rausreden.

Om Shanti, Andreas

Danke für die vielen interessanten Antworten bisher! :-)

Was ich ganz persönlich an der Möglichkeit bei Yoga Vidya zu arbeiten spannend fände, wäre eben die Möglichkeit, sich für ein paar Jahre ganz aufs Yoga zu konzentrieren, täglich mit anderen zu praktizieren und Seminare zu machen.

Es gibt aber ein paar Dinge, die mich ein bisschen wundern. Auf der Yoga Vidya Homepage werden ständig neue Mitarbeiter vorgestellt. Gehe ich auf die Mitarbeiterliste, tauchen die dort aber nicht auf. Könnte sein, dass diese Liste nicht aktualisiert wurde, könnte aber auch sein, dass viele nicht lange bleiben. So habe ich das zumindest an anderer Stelle in einem Forum gelesen...

Das mit der geringen Bezahlung sehe ich etwas zwiespältig: Einerseits war es nie mein Ziel, das große Geld zu machen. Aber bei knapp 300 Euro + Essen + Unterkunft noch jede Menge Überstunden machen zu müssen fände ich auch schwierig. Es muss auch Zeit für Rückzug und Freizeit sein... Auch das mit den Seminaren ist so ne Sache. Man muss  dafür Urlaub nehmen, was ja ok ist, aber wenn man wirklich mehrere längere Seminare machen möchte, dann geht wahrscheinlich der ganze Urlaub dafür drauf und man sieht Freunde/Familie/etc. erstmal für ein paar Jährchen nicht...

Ganz so ist es nicht. Als Mitarbeiter machst du im ersten Jahr die Yogalehrer-Ausbildung (wenn du noch kein Yogalehrer bist). Wenn ja, machst du weiterführende Ausbildungen. Dafür musst du dir keinen Urlaub nehmen. Zumindest hab ich das so verstanden. Außerdem kriegst du nicht jedes WE einen Tag frei sondern jeweils 3 Tage am Stück. Da kann man dann auch die Familie besuchen, wenn man will. Ich würde es nur manchmal machen ;-)
Was Karmayoga anbelangt: gerade selbstlose Arbeit führt dazu, das Ego loszulassen, das können auch Anfänger.

Die Fluktuation ist sehr hoch. Viele kommen und gehen. So ein Aufenthalt ist eben eine gute Möglichkeit, um sich weiter zu entwickeln, die Yogalehrer-Ausbildung zu machen und dann seine weiteren Pläne zu verwirklichen. Es sind auch viele junge Leute da..

Und was das erwirtschaftete Geld anbelangt - da geht es dann sehr basisdemokratisch zu. Vor ein paar Jahren sind es jetzt glaube ich schon, wurde darüber abgestimmt, dass das Nachbargebäude gekauft wird, um zu expandieren, was dann auch passiert ist. Ich meine das Haus Shanti - ist sehr schön geworden :-)

Hallo Christiana,

 

im Infoheft steht: "Du kannst kostenlos an Seminaren, Aus- und Weiterbildungen teilnehmen, musst aber dafür Urlaub nehmen." :-)

Wahrscheinlich ist es aber das beste, ich fahre selbst mal nach Bad Meinberg und schau mir alles vor Ort an. Was mich aber schon interessieren würde, ist, was es für Regeln im Ashram gibt. Nicht rauchen, keinen Alkohol, etc. das ist ja klar, aber ich habe auch gelesen, dass es z.B. keine Zeitungen oder Radio gibt...

Na ja, Zeitungen und Radio gibt es da wirklich nicht, außer du bringst das selbst mit, ist ja nicht verboten, soweit ich weiß. Der Weg in den Ort ist nicht weit, etwa 10 min. zu Fuß. Soviel ich weiß, gibt es WLAN! Wenn du also ein Laptop hast.. Es gibt aber auch einen Computerraum mit Internet, 3 oder 4 Stations. Ganz früh am Morgen muss man garantiert nicht anstehen!

Es gibt auch immer regelmäßig kleine Infoveranstaltungen für Leute, die an Mitarbeit interessiert sind, da kann man Fragen stellen. Du könntest z. B. mal an der Rezeption anrufen und fragen, wann genau das ist, wenn du vorhast hinzufahren. (immer irgenwann am WE, hab Tag und Uhrzeit vergessen, ändert sich vielleicht auch..) Was keine schlechte Idee wäre - mal eine Woche oder so als Helfer mitzumachen, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Und wenn mich nicht alles täuscht, ist das Einführungsseminar Voraussetzung dafür. Außerdem ist es Pflicht am Satsang um 20:00 Uhr teilzunehmen, ich weiß aber nicht für wie lange.. wenn du das in Erfahrung bringen solltest, würde mich auch interessieren!
Das Essen ist übrigens ein Traum, ich esse dadurch eigentlich immer zu viel, wenn ich dort bin.. Es gibt auch immer vegane Küche :-)

Danke für die Tipps :-)

Meditation- und Mantra-Singen ist glaube ich 6 x die Woche Pflicht, aber das empfände ich z.B. ganz persönlich gar nicht als "Pflicht", denn Meditation und Bhajan-Singen fand ich in Indien auch immer sehr schön! Ich würde da so oder so hingehen.

Dass das Essen ein Traum sein soll, habe ich auch schon gehört! Auch von der Möglichkeit in der Stille zu essen, was ich sehr gut finde, zuhause dann aber oft nicht umsetze ;-)

Früher oder später möchte ich auf jeden Fall ein Seminar in Bad Meinberg machen, ich kann mich bei dem Riesenangebot nur nicht entscheiden. Ob ich wirklich eines Tages dann dort arbeiten wollen würde kann ich so gar nicht sagen. Das bisherige Leben einfach so zu verlassen ist keine leichte Entscheidung. Von daher schaue ich mir das ganze nach dem Motto "Drum prüfe, wer sich (ewig) bindet" an... die Vorraussetzung, Mitarbeiter zu werden ist ja sowieso ein Monat Praktikum.

हरी ॐ

Ich geh auch immer sehr gern zum Satsang. Allerdings frage ich mich, wenn ich nun das ganze Jahr über dort leben würde, ob ich es dann auch unbedingt jeden Tag nicht verpassen wollen würde.. Jedenfalls, wenn ich mal für ein paar Tage dort bin, lege ich immer schon um 5 Uhr mit Homa los, das ist auch jeden Tag. Ich finde, es gibt keine bessere Art den Tag zu beginnen :-)

Das Essen in Stille finde ich auch wunderbar! Bei gutem Wetter auch draußen auf der Terrasse. Ich werde vielleicht auch mal Mitarbeiter, im Moment geht es aber sowieso nicht, wegen meiner Tochter. So brauch ich mir also für den Augenblick keine weiteren Gedanken machen..

Ich hab zuletzt Kundalini-Yoga-Seminare gemacht: erst einen Workshop in Rastatt dann Mittelstufe in BM und dann Fortgeschritten bei Sukadev! Das war absolut genial, kann ich dir sehr empfehlen, wenn dich das anspricht :-)

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