yogapad.de | Dein Forum für Yoga, Meditation, Ayurveda und mehr

Ich finde, alle Yogalehrer sollten vegan leben. Ahimsa ist die wichtigste der Yamas. Nichtverletzen ist die höchste Pflicht. Ich finde es unmöglich, dass es Yogalehrer gibt, die sogar Fleisch essen.

Wie kann man zur Einheit ("Yoga") kommen, wenn man Tiere leiden lässt? Das gilt auch für Milch. Daher mein Pladoyer: Alle Yogalehrende, werdet vegan!

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 1561x ANGESCHAUT

Hierauf antworten

Antworten auf diese Diskussion

Danke Helmuth ! Und das meine ich nicht ironisch, oder sarkastisch, sondern aus vollem Herzen.
interessante Diskussion - gab es vor kurzem in einem anderen Yoga Forum schon sehr heftig...

Lieber Sukadev,

danke für den Hinweis, aber wo finden wir das denn?

 

Und noch viel interessanter: wie ist deine persönliche Meinung zum Thema? Nicht nur auf Yoga Vidya bezogen (die Position ist denke ich klar), sondern auf Yoga und Yoga lehren im allgemeinen.

 

Namasté

Oliver

Die Diskussion findest du auf dem Yoga Vidya Blog unter http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/2011/07/12/online-abstimmu... .

sowie unter http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/2011/06/13/warum-ich-vegan...

Ich selbst bin seit einem halben Jahr Veganer aus ethischen Überzeugungen. Ich selbst meine ja seit 30 Jahren, dass man aus ethischer Konsequenz vegan sein sollte - und habe es mit 30 Jahren Verspätung umgesetzt. Heute ist es auch viel einfacher, vegan zu sein als vor einigen Jahren.

Jeder muss selbst sehen, wie hoch man ethisch konsequent sein will. Es ist schon viel gewonnen, wenn Menschen vegetarisch leben. Und das würde ich natürlich allen Yogalehrern empfehlen.

Boah, das ist ja eine Kampfansage.

so gar nicht yogisch :-)

 

Also bei Tiermilch muss ich was sagen zu, wobei ich selber Sojamilch bevorzuge.

Ich habe mal gelesen, dass eine Kuh z.B. gemolken werden muss, weil sie sonst sogar stirbt, wenn sie ihre Milch nicht abgibt. So gesehen leidet die Kuh darunter wenn sie nicht gemolken wird.

 

(außerdem finde ich es weitaus schlimmer das man sich nach einem Monat oder gar nur zwei Wochen Ausbildung Yogalehrer nennen darf)

 

Namasté

Marika

Liebe Marika,

 

leider ist das nicht richtig. Kühe geben nicht einfach so immer Milch, sondern nur, wie jedes Säugetier, wenn sie schwanger waren. Um die Milch gänzlich dem Menschen zuzuführen, werden die Kälber direkt nach der Geburt von der Mutter getrennt und in Einzelboxen gehalten. Sie werden dann meist zu Kalbfleisch und wegen der gewünschten hellen Färbung des Fleisches zuvor eisenarm gefüttert, so dass im Prinzip eine Anämie entsteht - nicht gesund, aber das Kalb hat ja leider auch nicht lange zu leben. Eigentlich müsste also das Kalb die Milch bekommen und dann würde auch keiner die Kuh melken müssen.

Die Mutterkühe, die natürlich traumatisiert sind (durch die Wegnahme ihrer Kinder, die Dauerschwangerschaften und die Vergewaltigung mit der sie geschwängert werden), haben ebenfalls ein sehr kurzes Leben, bevor sie dann doch im Schlachthof landen, ca. 4 bis 5 Jahre (im Vergleich zu normalen 20 bis 25 Jahren).

Eine Kuh, wie zum Beispiel eine Frau, nutzt ihre Milch nur zur Ernaehrung seiner Kaelber. Sind diese aus dem Saugalter heraus, erlischt auch die Produktion der Milch.

In der konventionellen Milchindustrie wird die Milchproduktion kuenstlich angetrieben und beibehalten und somit die Kuh nur fuer den menschlichen Konsum benutzt. In der Tat kann es zu Entzuendungen, die im schlimmsten Fall zum Tod fuehren, kommen, wie sich auch die Brustwarze, die Brustdruese einer stillenden Frau entzuenden kann. Sehr schmerzhaft!

Kaese aus Milch, egal ob ziege, Schaf oder Kuh, wird auf die selbe Weise gewonnen, also unter Zwang. Dabei ist Kaese so lecker, aber leider leider wirklich unter schrecklichsten Bedingungen gewonnen.

* Uebrigens: Maenner koennen auch stillen, daher die Brustwarzen. Wie auch maennliche Tiere Zitzen haben, mit denen sie die Brut, sollte die Mutter verendet sein, ernaehren koennen.*

Vollkommen egal was ich esse .... wichtig ist meine Mentale Einstellung!

 

Der Mensch ist ein Mischwesen ... ich töte also schon während der Verdauung, durch das Immunsystem, Darmflora ect..

Haben Bakterien Schmerzen?

 

Wichtig für mich ist das ein Tier nicht Grausam, unter Schmerzen getötet wird. Unabhängig davon habe ich mein Fleischkonsum reduziert. Durch Yoga? Die Regelmässige Meditation? Wäre mal interressant das zu wissen.

Nein, nicht nur die mentale Einstellung ist wichtig. Fändest du es gut, wenn jemand einen nahen Angehörigen von dir in einer meditativen Einstellung tötet? Wenn lautlos Menschen umgebracht werden ohne dass sie es merken?

Tiere sind denkende und fühlende Wesen. Tiere einer Herde empfinden den Verlust eines Herdenmitglieds mit großer Trauer. Kühe trauern lautstark Tage um den Verlust eines Kalbes. 

Jeder Verzehr von Fleisch ist verbunden mit riesigem Leid.

Hallo Om,

ich stimme dir zu. Eine "humane" Art der Schlachtung gibt es nicht. Es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren, nur von toten... Ich glaube außerdem nicht, dass in unseren Schlachthöfen sehr darauf geachtet wird, wie getötet wird. Viele Tiere leben noch erschreckend lange nach dem Blozenschuss oder den anderen Tötungsmethoden. Ich kann mir die Dokus nie lange anschauen, aber in "Unser täglich Brot" und "Earthlings" kann man das Leiden der Tiere kurz vor ihrem Ende sehen (beides online anzuschauen).

 

Persönlich glaube ich, dass die meisten Menschen von Geburt an so sozialisiert werden, die Realität hinter dem Fleischkonsum zu verdrängen bzw. eine Einteilung zu treffen in Haus-und Nutztiere. Wenn Hunde gequält und getötet werden ist das Geschrei meist groß, aber im selben Moment können viele ohne drüber nachzudenken ein Steak bestellen. Ist kein Vorwurf, war bei mir auch so, aber zum Glück haben wir als Menschen in einem reichen Land wie unserem die Möglichkeit zu lernen und Entscheidungen zu treffen.

Hallo Devi,

 

kann ich absolut unterschreiben...........da stimme ich Dir vollends zu :-)

Wir haben wirklich Glück, uns in einem Land zu befinden, in dem wir uns entscheiden können, WAS wir essen und nicht OB wir überhaupt was zu essen kriegen.

Damit liegt es in unserer Verantwortung entsprechend zu handeln.

Gerade ist das Geplärre groß, wegen der Hundemorde in der Ukraine (EM), aber abends geht man dann Zwiebelrostbraten essen:-(

Grundsätzlich denke ich mir immer, leben und leben lassen, bin kein Moralapostel und habe für mich persönlich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen.

Aber wie weiter oben bereits geschrieben: spannenderweise setzt das hier von meinen Schülern keiner vorraus und es wäre ihnen auch egal. Ich mach das aber auch nicht für meine Schüler, sondern für MICH und wegen der der Tiere.............deshlab kann7darf ich grundsätzlich nicht von anderen verlangen, sie müssten Veganer sein, auch wenn´s Yogalehrer sind. Ahimsa ist so weit gefasst - > das kann man dennoch lehren, es geht hierbei ja nicht nur um´s töten von Tieren.

 

 

schoen geschrieben!

Und ja, das Denken, das uns Menschen angeblich von den Tieren unterscheidet, faellt leider vielen *Menschen* schwer, da sie lieber im Fahrwasser schwimmen.

Dies ust eine mentale Einstellung, und man sollte sich ueberlegen, ob man diese Menschen meidet, was nicht geht, veraendert, was der falsche Weg ist, oder durch Zeigen, Demonstrieren und Positivaet zum eigenen Nachdenken bringt. Ein langer Weg, aber dafuer umso fruchtbarer, da Entscheidungen, die von selbst kommen, durchgezogen werden.

RSS

© 2019   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Werbeagentur Münster   Powered by

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen