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Ich finde, alle Yogalehrer sollten vegan leben. Ahimsa ist die wichtigste der Yamas. Nichtverletzen ist die höchste Pflicht. Ich finde es unmöglich, dass es Yogalehrer gibt, die sogar Fleisch essen.

Wie kann man zur Einheit ("Yoga") kommen, wenn man Tiere leiden lässt? Das gilt auch für Milch. Daher mein Pladoyer: Alle Yogalehrende, werdet vegan!

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Hhm........also ich bin (fast)Veganer! Mit gelegentlichen Ausrutschern (Schafskäse oder so)........Fleisch und Fisch gibt es schon lange nicht mehr auf meinem Speiseplan.Warum? Erst durch Yoga hatte ich das Bedürfnis mich näher mit dem Thema zu beschäftigen. Fazit: To much information!!!! Nach vielen Büchern, Berichten und Videos ist es mir schlagartig vergangen.........ganz nach dem Motto: Hätten Schlachthäuser Fenster wären wir alle Vegetarier!

 

Aber: Ich bin kein Moralapostel! Ich versuche niemanden zu bekehren und ich verlange von keinem für mich extra zu kochen oder so! Auch meine Schüler werden sowas von mir nie hören.

Ahimsa ist für mich eben sehr stark mit dem Verzicht auf tierische Produkte verbunden und ich kann davon nichts mehr konsumieren!

Erwarten das meine Schüler von mir? Ich denke nein! Viele gehen zwar davon aus oder fragen mal nach, aber im Grunde sind sie zunächst ganz froh, dass ich sie zu nichts bekehren will und nicht ganz so dogmatisch bin.

Ich trinke auch Kaffee und sehr gerne mal ein Glas Wein (oder mehr) und das obwohl auch dies in den Ausbildungen nicht erlaubt war und nach der yogischen Ernährung nicht sinnvoll ist.

Ich benutze beim Kochen auch Knoblauch und Zwiebeln, obwohl dies eher zu meiden wäre usw.

Übrigens ist eine sehr bekannte Yogalehrerin bekennende Fleischesserin: Anna Forest! Dennoch strömen tausende in ihre Kurse und Ausbildungen.

Ich halt es für falsch, von allen Yogalehrern zu verlangen "vegan" zu sein. Wenn sich der Lehrer aber im Allgemeinen nicht an einer yogischen Lebensweise hält, würde ich als Schüler schon zweifeln, ob der den Weg weit genug gegangen ist, um mich zu unterrichten!

Mir ist es wichtiger, meinen Schülern Wege zu mehr Achtsamkeit, Gelassenheit, Freundlichkeit, Genügsamkeit, Bescheidenheit, Fröhlichkeit usw. zu zeigen!

Lieber bringe ich meinen Schülern bei, mit offenen Augen durchs leben zu gehen, zufrieden zu sein mit dem was sie haben, gelassener zu reagieren und offener auf Menschen zuzugehen.............ob mit oder ohne Fleisch!

Das würde ich glatt unterschreiben ... sprichst mir aus der Seele :-)

Hi Ram,

Antworten sperren ist wirklich nicht meine Art. Und bitte verzeih, wenn ich dir zu nahe getreten sein sollte. 

 

Die Sache mit Märchen und Wahrheit hat Feiksi für mich gerade sehr treffend mit seiner Geschichte rübergebracht.

 

Eines ist mir noch wichtig: Ich schrieb, unter uns Sterblichen gibt es die eine wirkliche Wahrheit nicht. Sonst wären wir ja alle schon erleuchtet ;-)) Aber lass gut sein...

 

Hab noch einen schönen Sonntag,

om shanti 

Oliver

 


Das ist immer das typische Argument, welches jeder Vegetarier von den Fleisch(fr)essern zu hören bekommt. Natürlich ist es ein Unterschied - Tiere haben Gefühle wie wir Menschen und leben in Familien und Gruppen zusammen. Schon in der Bibel steht - und der Herr gab den Menschen Früchte und Samen, damit sie sich davon ernähren können - also vegan

Dieses Thema beschäftigt mich zur Zeit auch gerade sehr. Dazu meine Erfahrungen: Seit dem Auszug aus dem Elternhaus vor ca. 27 Jahren lebe ich weitgehend vegetarisch, wobei ich mich kaum bewusst dafür eintschieden hatte. Vielmehr war es mir nie ein Bedürfnis, Fleisch zu kaufen oder zu lernen, wie man es zubereitet. Gemüse und Getreide lachten mich einfach mehr an. Es gab aber auch immer wieder Gelegenheiten, wo ich Fleisch aß. Ich war nie eine strenge Vegetarierin und sah auch kein Problem im Essen von Eiern und Milchprodukten, zumal ich diese nach Möglichkeit von artgerecht gehaltenen Tieren in Bioqualität kaufte. Vegane Ernährung hielt ich für zu extrem, einseitig und eher ungesund.

In den letzten 1 1/2 Jahren wurde ich mehrfach damit konfrontiert, wieviel Leid auch mit der Milch- und Eierproduktion verbunden ist und welch dramatische Ausmaße die weltweite "Nutztier"haltung mit sich bringt, so dass ich nun gerade beginne, erste ernsthafte Schritte zu unternehmen, auf vegane Ernährung umzustellen. Mein Fazit daraus: Information, Konfrontation, Sensibilisierung für das Thema, auch wenn das mit schockierenden Bildern, Zahlen und Geschichten passiert, ist ein wichtiger erster Schritt, auch wenn das bei vielen zunächst einmal auf Widerstand stößt, weil wir Lebensgewohnheiten nun halt einmal nicht so gerne ändern.

Der zweite Schritt ist dann aber unbedingt das Aufzeigen von Alternativen, denn wenn vegan einfach nur "Verzicht" bedeutet, wird das niemanden besonders reizen. Ich selbst erlebe es aber durchaus als Bereicherung: Ich eigne mir neue, leckere Rezepte an, lerne neue Lebensmittel kennen, erfahre, wie man ganz einfach Eier ersetzen kann, ohne dass das zu Geschmackseinbußen führt usw.. Ein richtig interessantes, kreatives Forschungsprojekt!

Gleichzeitig stellen sich aber auch jede Menge Fragen, von gesundheitlichen (Wie stelle ich eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 sicher?) über logistische (Wie organisiere ich mir Lebensmittel, die weder beim Biobauern noch im Supermarkt im Ort zu bekommen sind?) bis zu zahlreichen Fragen der Abwägung, z.B. soll ich nun die Fruchtjogurts im Pfandglas vom regionalen Biobauern gegen in Plastik verpackte Sojajogurts tauschen, von denen ich nicht weiß, wo das Soja herkommt - möglicherweise aus einem anderen Kontinent, unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen angebaut? Und dann enthalten wieder viele Produkte Industriezucker oder ethisch auch nicht gerade unbedenkliches Palmöl ...

Also die ganze Aktion erfordert schon eine intensive und umfassende Auseinandersetzung - aber dagegen spricht ja nichts. Es ist ein Prozess - individuell und kollektiv. In meine Schulzeit war der einzige Vegetarier in der Klasse noch ein Exot. Heute schießen vegane Lokale und Geschäfte aus dem Boden und wenn ich ganztägige Yoga-Workshops gebe, ist sich die ganze Gruppe, auch Nicht-Vegetarier, darüber einig, dass wir zu Mittag in ein vegetarisch/veganes Restaurant gehen. Und in ein paar Hundert Jahren denkt die Mehrheit über "Tiere essen" wahrscheinlich so ähnlich wie wir heute über Kannibalen oder Skavenhandel.

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