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So ist es wenn jemand etwas interpretiert und über Yoga redet ohne eigene Erfahrung und Praxis.
Wer Zeit und Lust hat kann drüber hier weiter lesen:
http://www.lichtarbeit.asia/yoga-und-autogenes-training.html

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;-P

ich kann dich ja auch teils verstehen, so habe ich vor einigen jahren ja auch gedacht.
die meinungen können sich ja immer noch ändern, sowohl in die eine - wie auch in die andere richtung.

ach ja, deine eigenen worte sind viel besser wie zitate!!!!

alles liebe und gute
lustig lustig tra la la la la bald is nikolaus abend vorbei
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sorry, das war kein kommentar auf dein beitrag! ich habe versucht die ganze diskussion von anfang an durchzulesen, aber wurde mir schwindelig :)
ach sooo,
naja, ist halt ein anscheinend gutes thema zum diskutieren!
;-P
Bei Religion geht es um Glauben - bei Yoga um Erfahrung...
... Wenn du meinst ....!
ich würde mich nicht anmaßen zu sagen was yoga sein soll oder um was es beim yoga geht, aber bitte!
Bei Religion geht es um Glauben - bei Yoga um Erfahrung...

Nun folgt mein Lieblingssatz aus einem Buch des Satsanglehrers Torsten Brügge:


Ist diese Verallgemeinerung wirklich wahr? Gibt es Gegenbeispiele? Wenn ja welche?


Wieso sollte ein Yogi, wenn er meditiert, Erfahrungen haben, und ein buddhistischer Mönch nicht?
Und wenn es um Erfahrungen geht, ist dann pratyahara, Zurückziehen der Sinne nicht kontraproduktiv?
Ich versuch mal ein paar Probleme, die ich mit dem Thema hab an zwei Modellen zu erklären. Das erste stammt von Ken Wilber und wurde inzwischen den Don Beckschen Spiral Dynamics-Modell angepasst.

Religion (und aus ihr auch Yoga) ist wie alles nichts, was irgendwie gegeben wurde, sondern hat sich wie alles entwickelt. (Ja ich gebs zu, ich bin einer der bösen Buben, die nicht an Schöpfung, sondern an Evolution glaubt). Und das geschah in verschiedenen Phasen. jede Phase übersteigt die vorhergehende, schliesst sie aber mit ein.

Ich fang mal bei der magischen an. Rituale (Worte und symbolische Handlungen) werden dazu benutzt, um Kräfte zu beeinflussen.

Später entwickelten sich dann Mythen, der Glaube an Götter oder einen Gott, der/die nicht mehr mit den Kräften der Natur gleichgesetzt werden/wird. Ich seh mich als sein Geschöpf/seinen Diener und versuche seine Gnade zu erringen (mittels Gebete, Hingabe, guter Handlungen). Das ist wahrscheinlich auch die Phase, wo der Glaube an Himmel und Hölle auf der einen Seite, und an Karma und Reinkarnation auf der anderen Seite auftauchen.

Das ist sozusagen die prärationale, vorrationale Ebene.

Danach kamen Rationale Entwicklungen, das ist so auch die Ebene, die wir Wissenschaft nennen. Es geht um rationale Erkenntnisse mittels Geist und Sinnen. Auf religiöser Ebene nicht um Glauben an Rituale oder Mythen, sondern eher um Erfahrungen und Erkenntnisse. Sie ist auch viel stärker aufs Individuum ausgerichtet als die vorhergehenden Stufen, die stärker Wir-orientiert waren. Man spricht dann auch lieber von Spiritualität als von Religion. Problem, die ich auf dieser Ebene sehe, liegen meiner Meinung darin, vorrationales zu versuchen zu verwissenschaftlisieren , ein anderes, vorrationale Zustände/Einstellungen mit Nachrationalen zu verwechseln. Ken Wilber nennt das die Prä/Trans-Verwechslung. Weitere liegen in der Verindividualisierung (Eine Art Beliebigkeit, aber auch ein Ablehnung von Hierarchischen Gliederungen).

Die Trans(Nach)rationalen Ebenen beschäftigen sich mit Einheit und Nondualität. Ich seh da zwei Stränge:
Die Einheit als "die Stille" "der Urgrund" etc. sozusagen die Leinwand, oder das Meer als DAS.
Eine weiterer Strang wäre die Einheit von Urgrund und Erscheinungen, Leinwand und Film, Meer und Welle.

Ich denke, im Yoga sind all diese Phasen präsent.

Ein weiterer Ansatz, der für mich einige Sachen klarer gemacht hat, ist der der Quantenpsychologie von Stephen Wolinsky. Ich versuch auch hier mal ne Verknappung (also das, was ich verstanden zu haben meine). Nach der Geburt ist man noch in der großen Einheit oder Leere oder wie auch immer. Irgendwann fällt man durch irgend etwas da heraus (daher gefallene Seelen?) und das ist ein schmerzliche Erfahrung. Dadurch bildet sich ein falscher Kern. (Und somit auch die Herausbildung eines Ich im engeren Sinne). Da dieser Moment schmerzhaft war, Entwickelt sich Angst vor dem falschen Kern, und ebenso Angst, vor dem, was davor war. Daher bilden sich Mechanismen, um beides zu umgehen. Das bezeichnet Wolinsky als das falsche Selbst. Man könnte sagen, wir versuchen auf verschiedene Art und Weise, das falsche Selbst zu verbessern, magisch, mythisch, rational, auf der körperlichen, der emotionalen und der geistigen Ebene. Und Scheitern. Weil das falsche Selbst ist ja nichts wirklich existentes, sondern ein Abwehrmechanismus. Es kann nicht transformiert oder gereinigt werden, sondern nur erkannt/angenommen.
W. meint, dass daran auch die meiste Spiritualität krankt. Eigentlich geht es ihm darum, anzuerkennen, das ist das falsche Selbst, das ist der falsche Kern (sich also dem Schmerz zu stellen) aber beides bin nicht Ich. Ich kann nur das sein, was vor dem war und das, was ich auch im Tiefschlaf bin. Denn da glaube ich ja nicht an das falsche Selbst und seine Mechanismen.

Gut. War viel zu viel. Sorry. Knapper hab ich irgendwie nicht zu fassen gekriegt

Alles Liebe
Giri
..grins....
Was meint Wilber wohl mit dem Satz:"99% aller Diskussionen über die Beziehung von Religion und Wissenschaft gehören praktisch in die Kategorie Brei"?????
I
weiter schreibt er: "Wenn jemand sagt, Religion oder Spiritualität teilt uns etwas über tiefe Verbundenheit und ewige Werte mit, dann habe ich verdammt noch mal keine Ahnung, welche Religion oder Spiritualität er meint, und weiß nur so viel, dass er selbst auch keine Ahnung hat."

So scheint es Ihm also um die Definition der jeweiligen Begrifflichkeiten zu gehen, der Hauptebenen von Religion/Spiritualität, die es braucht um Diskussionen über deren Beziehung greifbar zu gestalten, die er auch in seinem Buch "Integrale Spiritualität" gut beschreibt, wie ich finde.

.........das ist mir zum Thema "Wilber" eingefallen, die ja auch nur eine Sichtweise unter Vielen ist, also nicht Bezug nehmend auf vorausgegangenen Diskussionen, da war ich ja auch nicht unbeteiligt :-))

Liebe Grüße
Karin
nice,
der prophet ist auch ein lieblingsbüchlein von mir.
schön gesagt max!
jaja, verdammt.
manchmal muß man durch die "Hölle" gehen um loszulassen und zu verstehen.
leider mußte ich solche erfahrungen schon sehr früh machen.
hat aber nicht geschadet!

habe wie giri versucht immer gaaanz rational zu denken, aufgewachsen in einer sehr gläubigen familie (opa pfarrer) habe ich mich versucht voll dagegen zustellen und zu rebellieren - nein es gibt keinen gott - blablabliblabla...
irgendwann war ich echt mal unten und habe durch meine beste freundin (und einer damaligen schullehrerin) zum glauben zurück gefunden.

nicht nach dem motto :" gott macht schon wenn ich nur glaube" - und dann alle viere von sich gestreckt, sondern anders, kann es nicht mal gerade in worte fassen, nur so viel, ich habe die welt und die menschen nicht mehr gehasst.
om shanti
angi
Es gibt nichts schöneres als wenn man einiges (oder alles) worüber man in den Yogabücher gelesen hat - selbst erfährt. Dann muß man glauben.
Om
Shanti
Shanti
Shantihi

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