yogapad.de | Dein Forum für Yoga, Meditation, Ayurveda und mehr

So ist es wenn jemand etwas interpretiert und über Yoga redet ohne eigene Erfahrung und Praxis.
Wer Zeit und Lust hat kann drüber hier weiter lesen:
http://www.lichtarbeit.asia/yoga-und-autogenes-training.html

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 1842x ANGESCHAUT

Hierauf antworten

Antworten auf diese Diskussion

"Unislamisch": Yoga-Bann in Malaysia 23.11.2008 15:39
Die oberste muslimische Instanz in Malaysia hat Yoga als "unislamisch" verboten. Yoga enthalte Elemente des Hinduismus, die Muslime verderben könnten, begründete der Fatwa-Rat. Yoga sei "unpassend und kann den Glauben eines Muslimen zerstören", sagte der Vorsitzende des Rates. Dabei gehe es nicht nur um das Training des Körpers, sondern auch um die spirituellen Elemente des Yogas aus dem Hinduismus. Ziel sei es, eins mit dem Gott einer anderen Religion zu werden, hiess es. Der Vorsitzende verwies darauf, dass Geistliche in Ägypten 2004 einen ähnlichen Erlass veröffentlicht hätten.

Aber das meinen nicht alle.
KUALA LUMPUR: Malaysia's prime minister said yesterday that Muslims should still take up yoga, reversing an outright ban that has drawn widespread protests amid concerns over growing Islamic fundamentalism in the multi-racial nation.

Malaysia's National Fatwa Council, comprising Islamic scholars, told Muslims at the weekend to avoid yoga because it uses Hindu prayers that could erode Muslims' faith. But the decision drew a sharp rebuke from many Muslims.

Prime Minister Abdullah Ahmad Badawi moved to contain the damage, saying Muslims could carry on doing yoga, but minus the chanting.

"I wish to state that a physical regime with no elements of worship can continue, meaning, it is not banned.
"I believe that Muslims are not easily swayed into polytheism," he said.

mehr z.b. unter http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/panorama/wenn-geistliche...">http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/panorama/wenn-geistliche...
Na ja, wir im Osten haben es ja nie bis zum Kommunismus geschafft. Das bleibt dann wohl späteren Generationen vorbehalten. ;-)
Aber zumindest in den 80ern gab es sogar offiziell so etwas wie Yoganastik.
Im "spirituellen Underground" gabs dann noch mehr. Den Unterschied den ich zu heute sehe, ist, daß es dort viel persönlicher und sich die Gruppen weniger voneinander abgegrenzt waren. Da gingen die Oshos auch mit zu den Krishnas,die Zenies mit zum Reiki. Und es war mehr ein gemeinsames Praktizieren unter Freunden, die Verkopplung mit dem Markt fehlte oder war sehr gering ausgebildet (Für ein Wochenende Bioenergetik/Rebirthing hab ich damals 10 Mark bezahlt, dass sind 5 Euro oder so, so viel hab ich letztens bei den Oshos auch für ne Stunde Dunkelheitsmeditation gelöhnt. Aber die Therapeuten kamen recht gern. Der eine meinte einmal, die Leute seien offener, er sei hier am Anfang des Workshops da wo er am Westen am Ende des Workshops ist).
Aber freilich war das nur ein kleiner Kreis von Leuten und nicht die Masse, die sich für so etwas interessiert hat. Ich weiss noch wie der Sohn von einen der Oshos nach Hause kam und entsetzt meinte: "Meine Kindergartenleiterin ist so dumm. Die weiss nicht mal, was Chakren sind."

Ach ja hab auch noch was im Netz gefunden. Unter http://www.yoga-akademie.de/YoInDeutsch.html gibts auch einen Abschnitt Yoga in der DDR – eine kurze Übersicht.

Alles Liebe
Giri
नमस् ते namas te Marion-Amritala,
hier gesicherte Informationen über Yoga in der DDR

Ebert, D (1986) Physiologische Aspekte des Yoga. Leipzig: Georg Thieme Verlag
Klingberg, D (1986) Yoga. Berlin Verlag Volk und Gesundheit

Die Yogabroschüre als Yoga-Grundkurs gab es an allen Kiosken öffentlich zu kaufen. Ich habe sie noch heute und verwende sie mit großem Nutzen.
Der Leipziger Hirnforscher Prof. Klingberg hat über Jahre sein Wissen über Yoga in Kursen für Physiotherapeutinnen weitergegeben und selbst geforscht.
Die grundlegenden Forschungen von Ebert sind von Marcus Stück in seinem Werk EMYK verwendet worden

ॐ ष्न्तिह् ष्न्तिह् ष्न्तिह् om ṣntih ṣntih ṣntih


Klaus
ein neues Thema! Ich bin in damaligen Yugoslawien aufgewachsen und Hare Krishnas zum Beispiel haben oft und offen ihre Festivale gehalten und waren nie verboten. Warum und wieso... weiss ich auch nicht.... weil Hare Krishna bewegung sehr religionsähnlich auftritt.... aber andere yogische Gruppen haben damals auch existiert und regelmäßig offene Vorträge gegeben. Das ist vielleicht ein Hinweis dass Yoga gar keine Religion ist!
Oder darauf, dass man Yoga als ungefährlich ansah.

Um zur Frage Yoga - Religion oder nicht zurückzukommen, mal der Versuch einer Begriffsbestimmung:
Wenn sich was um die Erforschung der äußeren Erscheinungen/Phänomene kümmert, ist das für mich Wissenschaft. Wenn es sich um die Erforschung der inneren Erscheinungen/Phänomene kümmert, ist es Psychologie. Wenn es sich um das kümmert, was nicht erscheint und um die Beziehungen der Phänomene dazu, nenn ich es Religion. Also wenn Yoga sich um Muskeln und Sehnen kümmert und um Veränderung des Gehirns, ist es Wissenschaft, wenn sie sich um innere Veränderungen kümmert, um Gefühle, um Wohlbefinden, ist es Psychologie. Sobald es sich darum kümmert, dass ich nicht der Körper, nicht der Geist, nicht der Macher bin, um Atman, Brahman, Das, um das Nicht-objektive, um das Eine dann ist es für mich Religion.

Alles Liebe
Giri
Was ist eigentlich Religion? Ist das nur ein Glauben und muß es immer mit Gott verbunden werden? Kommunismus ist auch eine Religion, es ist mit einer Idee, einem Glauben an die bessere Zukunft und einer Hoffnung, sowie mit bestimmten Handeln verbunden.

Wenn ich glaube dass mir das Meer gut tut und ich meine tägliche Spaziergänge als meine Rituale übe dann kann das auch eine Religion sein. Eine persönliche Religion. Wenn "meine Religion" mehrere Menschen übernehmen möchten und ich sie darauf nicht zwinge oder Ihnen nicht erzählen möchte wie gut meine religion ist und davon eine Organisation entsteht ist noch immer (glaube ich) positiv.
Wenn ich aber anfange überall zu prädigen wie gut meine Religion ist und besonders wie gut es für die andere sein kann und wenn einige Menschen aus dieser Organisation davon profitieren möchten dann fängt an gefährlich zu sein.

Was manchmal hilft ist einfach gesunder Menschenverstand und eigene Erfahrung.



Lg und schönes Schnee? Wochenende
Joki schrieb Wenn du dich auf Pantanjali beziehst ist es sicher keine Religion, da er ja einen Gottesbegriff nicht explizit voraussetzt,

Nun ja Religion macht sich ja nicht an einem Gottesbegriff fest. Sonst wären ja Buddhismus und Taoismus keine Religionen.

tihana dipalii schriebWas ist eigentlich Religion? Ist das nur ein Glauben und muß es immer mit Gott verbunden werden? Kommunismus ist auch eine Religion, es ist mit einer Idee, einem Glauben an die bessere Zukunft und einer Hoffnung, sowie mit bestimmten Handeln verbunden.

Ja, ich denk es ist wirklich sinnvoll, sich mal zu verständigen, was wir unter den Religionsbegriff fassen wollen.

Du kannst ihn freilich ganz weit fassen, alles, was geglaubt wird und mit Hoffnung verknüpft ist.
Dann gibt es auch die Religion des Kommunismus und die Religion des Marktes.

Oder auch deine Meerspaziergänge.

Für mich weist aber Religion gerade über gesunden Menschenverstand und eigene Erfahrung hinaus.

Für mich meint Religion als re-ligiare zurück-verbinden eben die Verbindung zu dem was nicht erscheint, eben dass, aus dem alles entspringt. Das Nichtexistierende, aus dem das Existierende (austretende) herauskommt. Manche fassen das persönlich (Gott) und fassen das in große Bilder und Mythen, andere als Nicht-persönlich (Tao, Leerheit, Brahman, Das) auf. Für mich ist es letztlich eng mit der "Wer bin ich?"-Frage zusammen. Alles, was ich von mir wahrnehme, ist eine Wahrnehmung von mir, also wer ist das, das da wahrnimmt? Was ist das Nicht-bedingte hinter dem bedingten, bzw. mit dem das Bedingte eine Einheit bildet? Religion versucht meiner Meinung nach diesem nachzuspüren.

Für mich gibt es innerhalb dessen (obwohl es die genausogut außerhalb davon gibt) nochmal zwei Richtungen:
die eine nenn ich nützlich:
ich muss mich nur für das Richtige (Shampoo, Auto, Partner, Gott, Technik, Mantra, Meditation, Guru) entscheiden und kann das und das tun, um das zu erreichen. Und dadurch werde ich glücklich, frei, schön oder erleuchtet. (Und da ist es eigentlich egal, ob ich ein vorgefügtes System benutze oder mir selbst eines zusammenbau, das Prinzip ist das selbe). Es ist immer ein um zu....

das andere nenn ich einfältig:
ich bin DAS und ich und Das lösen sich ineinander auf. Nichts kann getan werden. Alles Tun verschleiert nur DAS. Es ist immer ein einfach so. Ein: "Nichts ist so gut wie das, was gut für nichts ist" (Kodo Sawaki).

Meines Eindrucks nach gibt es beide Ansätze in allen Religionen.

wenn einige Menschen aus dieser Organisation davon profitieren möchten dann fängt an gefährlich zu sein.

Letzlich geht es gar nicht darum, ob einige Menschen daraus profitieren möchten. Es gibt auch Dinge, aus denen niemand profitieren möchte, die aus reiner Motivation geschehen, und trotzdem entstehen dadurch Kreuzzüge und Genozide.Sobald ich an ein Konzept als Wahrheit glaube, und nicht erkenne, das es ein Konzept ist (und wie sagte Ramesh Balsekar so schön: Alles, was Heilige je gelehrt haben, war jeweils nur ein Konzept, keine Wahrheit.) und ich Dinge eher als fest und nicht als prozesshaft und netzwerkartig sehe, beginnt es aus dem Ruder zu laufen. Also fast immer.

Alles Liebe, ob nun mit Sonne oder mit Schnee oder im Dunkeln
Giri
ist ja eine schöne diskussion hier.

ich denke, da jeder mensch an etwas glaubt (sei es hindu, christ, kommunist, usw.,..) übt der mensch im alltag so oder so seine religion oder spiritualität aus.
durch Yoga wird es ihm nur wieder bewußt.
davor hat villeicht der einzelne angst, möchte dieses nicht zugeben, und aus angst entsteht dann hass und abneigung.

hier im westen üben meiner meinung nach die meisten eh nur das körperliche Yoga.
dafür brauch man keine religion!!!
sobald der mensch tiefer ins thema steigt, um so mehr wird er zurück zu seinen wurzeln geführt - gott!
egal ob im islam, buddhismus, oder anderen glaubensrichtungen!
yoga ist der wissenschaftliche weg dahin zukommen.

om shanti
angi
Inwieweit denkst du, dass Yoga wissenschaftlich ist? Ich hab den Eindruck, Yoga weisst genau in die andere Richtung als Wissenschaft. (was nicht ausschliesst, das man wissenschaftliche bzw. psychologische Ansätze mit einbezieht, z.B. Ken Wilbers Werke oder Wolinskys Quantenpsychologie, obwohl bei beiden die Frage ist, inwieweit sie nicht doch eher religiös als wissenschaftlich sind, aber beide können bei spiritueller Praxis auf grobe Fehler sehr gut hinweisen)


hier im westen üben meiner meinung nach die meisten eh nur das körperliche Yoga.


Ich denk, es gibt ja nicht nur die Hatha-Yoga Leute, kann schon sein, dass sie in der Mehrzahl sind. (Wenn auch die Frage ist, ob es da oft über "Yoganastik" hinausreicht, aber das ist ja nicht das, was Yoga bei Patanjali&Co. meint) Aber es gibt auch viele, die Bhakti Yoga ausüben (Die Hare Krsna Bewegungen und die Anhänger von Sri Durgamayi Ma z.B.) und Jnana Yoga (ist zum Teil auch bei der Satsang-Bewegung präsent).

Ansonsten find ich den Begriff Gott recht schwierig (und Buddhisten würden ihre Wurzeln (oder vielleicht besser ihre Essenz, das Nicht-bedingte) auch nicht als Gott bezeichnen, Gott klingt mir immer noch sehr nach einem Wesen, die buddhistische Leerheit klingt da doch ein wenig anders, aber es ist letztlich nichts, was sich irgendwie fassen läßt, erst recht nicht gedanklich und sprachlich)

Alles Liebe
Giri
gott gibt es in allen glaubensrichtungen, klar der buddhismus z.b hat keinen "Gott" als götzenbild, aber den buddha der ja gerne aufgestellt wird.
gott steht für mich einfach als das allumfassende.
(ja, bhakti yoga :-))

na klar, gibt es auch eine handvoll menschen die nicht nur asanas machen,
nicht falsch verstehen! aber leider übt die mehrheit , wie sagtest du so schön, yogastik!
eine teilnehmerin meinte neulich zu mir, sie findet es schade das ich so viel pranayma mache, sie macht das argessiv.
komisch hä!
zu viel????
sie sieht halt nur die tollen asanas und möchte dies üben!
seit wann ist hatha yoga rein körperlich????
im gegenteil!!!!
sonst würde man es wohl eher asana yoga nennen.

die ganzen techniken des yoga basieren auf einer art wissenschaftlichen grundlage!
(des Kryia Yoga z.b.)
klar führt einen bhakti zum spirituellen zurück, zu gott.
ich finde nicht das gott nach einem wesen klingt.
Wie sagt man doch....gott ist überall, in jedem von uns wohnt gott!
du kannst es ja auch das "Universum", "Allah", "Jesus", usw.,... nennen!
Gott hat viele "Gesichter"!

also warum sollten dann diverse techniken (die ja gerne auch unter den kryia prasktizierneden geheim gehalten werden) nicht als wissenschaftlich bezeichnet werden?
wie würdest du das nennen - Magie? Zauberei? Tricks?
es ist eine wissenschaft für sich die techniken zu lernen!
meinst du nicht?

freut mich bald von dir zu hören

:-))
D A N K E !!!!!
:-)
Ich glaube auch das Yoga Wissenschaft ist, was manche nicht sehen. Wie alt ist die moderne Wissenschaft und wie alt ist Yoga?
Warum ist die moderne Wissenschaft so "stark" und Yoga als keine Wissenschaft oder etwas alternatives, manchmal auch als etwas unseriöses bezeichnet?
Statistiken, Zahlen, Messungen.... wofür und für wen? Möchte man lieber zu den Zahlen als zur eigener Erfahrung glauben?
"Ein Gramm Praxis" ist wertvoller ........
Lg

RSS

© 2018   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Werbeagentur Münster   Powered by

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen