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IHK - staatliche Anerkennung der Yogaausbildung im Zwilicht! Laßt euch nicht Irreführen!

hallo liebe yogis und yoginnis,

(ich lasse auch wieder von mir hören..... ;-))

Schöne Neuigkeiten, in der neuen Ausgabe vom "Yogaaktuell" wird das Thema "IHK - Yogalehrerausbildung, staatliche Anerkennung" wieder heiß diskutiert und total in Frage gestellt.
Wie ich (und vielleicht auch viele von euch) schon lange gedacht haben ist diese Zertifizierung totaler Quatsch und rechtlich sehr fragwürdig.


Ich Zitiere (Ausgabe Yoga Aktuell 4/2008, yogaaktuell.de):

Des Kaisers neue Kleider


Sucht nach Prädikaten, Gerangel um die staatliche Anerkennung und die IHK-Saarland im Zwilicht. Läßt sich die ganze Yogawelt hier in Deutschland irreführen?

Mit großen Anzeigen im Internet und (Yogaaktuell) Zeitschriften wird neuerdings von der Dorstener Firma WINstitut für Berufs-und Weiterbildung GmbH der "Weiterbildungsberuf Yogalehrer IHK" beworben, ergänzt um das irreführende Prädikat "staatlich Annerkannt".
Was steckt dahinter?
Im Saarland wird jetzt scheinbar der erneute Versuch gestartet, die Yogalehr-Ausbildung in Deutschland mit diesem "Prädikat" gewinnbringend zu okkupieren.
Demgegenüber ist weiter festzuhalten: Die Industrie- und Handelskammer (IHK) sind mangels gesetzlicher Zuständigkeit schlichtweg nicht berechtigt, eine Yogalehrer-Ausbildung zu Zertifizieren, weil es sich bei dem Beruf des Yogalehrers nicht um einen kaufmännischen und nichthandwerklichen Gewerbeberuf (wie z.b. Fitnesstrainer) handelt (§§ 1 abs. 2 IHK - Gesetz, 71 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes - BBiG -), sondern - ähnlich den Psychologen, Ärtzen oder Rechtsanwälten - um einen freien Beruf; d.h. es werden auf der Grundlage besonders beruflicher Qualifikationen persönlich, eigenverantwortlich und fachlich unabhängig Dienstleistungen höherer art im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit erbracht.
Deshalb sind Yogalehrer im Bundesverband der Freien Berufe (BFB) organisiert, unterfallen nicht der Gewerbesteuer und unterliegen auch nicht der Zwangsmitgliedschaft der IHK.

Um diese eindeutige Rechtslage zu umgehen, versucht man es nunmehr offenbar auf eine anderen schiene: Gerade im mai 2008 hat die IHK des Saarlandes "Rechtsvorschriften" erlassen, nunmehr für eine "Fortbildungsprüfung" zum Yogalehrer. Doch auch dafür ist die IHK nicht zuständig. Denn einerseits darf sie natürlich auch eine Fortbildung nur im Bereich der Gewerbeberufe anbieten. außerdem ist die Ausbildung zum Yogalehrer nicht etwa eine weiterbildung auf der Grundlage von §1 Abs. 4 BBiG (Erweiterung und ausbau von Qualifikationen, die bereits in einem Ausbildungsbereich erworben wurden, um einen beruflichen Aufstieg zu ermöglichen), sondern eine völlig eigenständige Ausbildung. Eine bundeseinheitliche Ausbildungswerordnung für Yogalehrer auf grundlage von §4 BBiG gibt es natürlich nicht, weil es sich ja um einen freien Beruf handelt, und deshalb auch keine "staatliche anerkannte" Ausbildung zum Yogalehrer.
Die werbung mit diesem Prädikat ist also schlicht - in neuer aufmachung - eine form des unlauteren wettbewerbes (und völliger Mühl!)
Das ganze mit dem alibi einer vereinheitlichung der yogalehrer-ausbildung - ist eine solche vereinheitlichung überhaupt im sinne des Yoga?????????????????

die alte disziplin des yoga ist durch unterschiedliche tradition und unterrichtsformen zu uns gekommen, die sich im laufe der geschichte entwickelt haben.

die IHK soll ihre finger von diesem thema lassen (Schuster bleib bei deinen leisten)



mehr Info

dr. daya mullins
ist eine der pionierinnen der ganzheitlichen gesundheit und greift auf eine über 30-jährige erfahrung als schülerin und lehrerin des yoga und ayurveda zurück.
www.wegdermitte.de



ich weiß das so mancher yoga praktizierender schon der ihk angehört, aber warum bloß????
was haltet ihr von der Geldmacherei der ihk?
vielleicht hat der ein oder die andere dieses dubiose zertifikat ja schon erworben,
was hat es euch gebracht? wieso habt ihr es überhaupt gemacht?


skeptische grüße

angi

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Liebe Angi,
ich kann nur dir und Daya beipflichten.
Om shanti, Liebe Grüße, Sukadev
ola,

lieben dank für den link, kannte ich auch schon, dachte mir aber noch ein paar aktuelle infos schaden nicht.

lieben gruß

angi
Wer hat denn bei dem Projekt mitgewirkt? Wo ist das zu erkennen?

Liebe Grüße
Yvonne
guter artikel!
freue mich, dass es leute gibt, die das juristisch auseinanderpflücken und klar stellen.
halte auch nichts davon - bisher war die ausbildung und zertifizierung ja ziemlicher schmuh und abzocke.
wobei man jetzt sagen muß, dass sie mit glenn ceresoli einen ziemlich fitten ausbildungsleiter haben.

shanti

willi
Ich bezeifle dass diejenigen die hier so hysterisch argumentieren sich selbst mit dem Sachverhalt gründlich befasst haben. Ich habe darüber kein abschliessendes Urteil, aber die Hetzjagd, mit der hier auf die angeblich Bösen Anderen losgegangen wird, zeugt von der gleichen Beschränktheit, die den Anderen unterstellt wird. Übrigens sind Yogalehrerausbildungen von 4 Wochen mit Zertifikat, wie sie von Yoga Vidya auf den Markt geworfen wurden, auch nur Kohlemacherei und kein Gefallen für die Yogawelt. Viele so "ausgebildete"Menschen sind eine Gefahr für die Öffentlichkeit; es gibt viele, die sich dabei verletzt haben, und viele werden durch die "Rishikesh für alle" - Mentalität und Praxis verletzt. Unfähige, schlecht ausgebildete Personen machen sich auf, ungeeignete Übungen an dafür nicht geeignete Personen zu vermitteln. Das ist "Fake-Zertifikate- Geschäftemacherei" und exakt das Modell von Yoga Vidya- schnell, große Masse, standardisiert, billig, schlecht. Wer im Glashaus sitzt, sollte also nicht mit Steinen schmeissen.
Ich kenne leider eine ganze Reihe von Menschen, denen es geschadet hat.

Viele von YV verbinden Yoga mit Leistungsdenken. Dazu ist die R-Reihe der Standard.
Ich kenne eine ganze Reihe YV Lehrer, die egal ob nach 4 Wochen oder 2 Jahren gerade mal die R-Reihe mehr schlecht als recht ansagen können, eine für die allermeisten Menschen denkbar ungeeignete Praxis. Generell ist es ein aus meiner Sicht völlig verfehlter Ansatz, diese Reihe obligatorisch zu unterrichten. Die Fähigkeit angepasste Übungen anzubieten fehlt meistens völlig.
Was den IHK Yoga betrifft, sitze ich in keinem Glashaus, denn ich habe damit nichts zu tun.
Leider sind im Internet darüber auch so gut wie keine Informationen zu finden, so dass sich die Vorwürfe nicht überprüfen lassen.

Yoga ist bei uns keine Heilslehre im Sinne der in den alten Texten beschriebenen Resultate.
Was soll das deiner Meinung nach sein? Siddhis? Erleuchtung?

Etwas mehr Bescheidenheit und Nächstenliebe wäre doch schon ein gutes Ergebnis.




.
swatika,
(Mensch, ich war anscheinend schon länger nicht mehr hier!)

Warum so verbittert Kaivalya???
Dürfen wir nicht einfach unsere meinung dazu sagen?
Glaubst du als Yoga Übende(r) sollte man alles so hinnehmen "Om shanti das wird schon?"
Nein, wieso auch, so ändert sich doch nix!

Und egal ob total zertifiiert oder unzertifiert - "schlechte" (im Sinne von nicht Lehrfähig) Lehrer gibt´s immer! Ob diese nun 50 Jahre oder länger Yoga (irgendwie) praktizieren oder erst 1 Woche! genauso gute Lehrer die mit herz und leidenschaft den Yogaweg gehen - manche vielleicht grad "frisch" im Yoga angekommen! Zeit ist relativ (denk an Albert Einstein ;-P)

Ich selber habe auch nur gute erfahrung mit lehrern von yoga vidya gemacht. zwei sehr gute freunde von mir haben dort gelernt und gehen sanft mit ihren teilnehmern um!!!!

Mh, vielleicht sitzt du ja selber im Glashaus! Wieso solltest du sonst so agressiv darüber urteilen können?!
Hier macht keiner den anderen Nieder oder total schlecht, nein, wir zweifeln allerdings am Sinnvollennutzen solch eines IHK Abschlußes! Darf man doch, oder?

Oder hast du solch einen IHK Abschluß und ärgerst dich nun??? ;-)

Om
Shanti, shanti, shanti

angi
schön gesagt ! und der "tote Punkt" ist auch nur eine vorübergehende Erscheinung....meiner Erfahrung nach, dient er der Festigung des bisher Gelernten/Verstandenen und zur Überprüfung des Weges, ob er so noch richtig ist oder eine kleine "Kurskorrektur " braucht.....

ist zwar off-topic, aber egal
;)
Hallo Angi,
Du schreibst:
", weil es sich bei dem Beruf des Yogalehrers nicht um einen kaufmännischen und nichthandwerklichen Gewerbeberuf (wie z.b. Fitnesstrainer) handelt (§§ 1 abs. 2 IHK - Gesetz, 71 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes - BBiG -), sondern - ähnlich den Psychologen, Ärtzen oder Rechtsanwälten - um einen freien Beruf; d.h. es werden auf der Grundlage besonders beruflicher Qualifikationen persönlich, eigenverantwortlich und fachlich unabhängig Dienstleistungen höherer art im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit erbracht.
Deshalb sind Yogalehrer im Bundesverband der Freien Berufe (BFB) organisiert, unterfallen nicht der Gewerbesteuer und unterliegen auch nicht der Zwangsmitgliedschaft der IHK."


Kannst Du das irgendwie beweisen? Gibts da ein Gerichtsurteil? Ich streite nämlich seit geraumer Zeit mit dem Gewerbeamt herum und die behaupten steif und fest, ich wäre als Yogalehrerin verpflichtet ein Gewerbe anzumelden!

Habe diesbezüglich hier schon mal angefragt. Alle meinten, ich bräuchte kein Gewerbe anzumelden, keiner konnte es aber beweisen. Und die auf dem Amt begnügen sich natürlich nicht mit irgendwelchen Aussagen. Die wollen Fakten schwarz auf weiß.

Vielleicht kannst Du mir ja helfen?
Lieber Gruß,
Selina
Ola,
sorry. die infos habe ich aus "Yoga aktuell"!
Frag doch mal bei denen direkt an ob sie dir nähere infos schicken können für´s amt!

die helfen dir garantiert weiter!

gruß
Hallo Selina,
wenn du Mitglied in einem Berufsverband bist, kannst du da Argumentationshilfen bekommen. Insbesondere beim BYV (ilona.thelen@yoga-vidya.de) bzw. auch beim BDY.

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